Industriestrompreis strategisch einordnen: Was energieintensive Unternehmen jetzt sauber prüfen sollten

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Von Jannik Hassel, Wirtschaftsprüfer, justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Stand: September 2026.

Der Industriestrompreis ist da. Seit Ende April 2026 gibt es eine Förderrichtlinie, die EU-Kommission hat sie kurz zuvor beihilferechtlich genehmigt, und beantragt wird beim BAFA. Für das Abrechnungsjahr 2026 läuft die Antragsfrist allerdings erst 2027. Diese Monate sind deshalb keine Wartezeit, sondern Vorbereitungszeit. Denn der Antrag steht und fällt mit Verbrauchsdaten, Abgrenzungen und, ab einer bestimmten Größe, mit einem Prüfungsvermerk. Dieser Beitrag ordnet ein, was gilt, wie hoch die Entlastung tatsächlich ausfällt und was Sie jetzt vorbereiten sollten.

Inhalt

Gibt es den Industriestrompreis jetzt wirklich?

Ja, seit Frühjahr 2026. Grundlage ist die Richtlinie des Bundes zur Strompreisentlastung strom- und handelsintensiver Unternehmen (Industriestrompreis) für die Abrechnungsjahre 2026 bis 2028, die im Frühjahr 2026 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Beihilferechtlich hat die EU-Kommission die deutsche Regelung im Frühjahr 2026 genehmigt, finanziert wird sie aus dem Klima- und Transformationsfonds. Die europäische Grundlage dafür ist der Beihilferahmen zum Clean Industrial Deal. Er erlaubt Strompreisbeihilfen nur unter engen Bedingungen, unter anderem begrenzt auf einen Teil des Jahresverbrauchs, mit einer Preisuntergrenze und zeitlich befristet.

Ein Punkt, den man kennen sollte, bevor man plant: Es handelt sich nicht um ein Gesetz, sondern um eine Billigkeitsrichtlinie auf haushaltsrechtlicher Grundlage. Ein Rechtsanspruch besteht ausdrücklich nicht. Die Bewilligungsbehörde entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen und im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel; reichen die Mittel nicht aus, können die Beträge anteilig gekürzt werden. Wer die Entlastung fest in eine Kalkulation einstellt, sollte das mit einem Vorbehalt tun.

Wie hoch ist die Entlastung tatsächlich?

Deutlich niedriger, als die verbreitete Rede vom "Fünf-Cent-Industriestrompreis" vermuten lässt. Diese fünf Cent sind nicht der Zuschuss, sondern der Zielpreis, also die Preisuntergrenze der Förderlogik.

Die Logik dahinter: Gefördert wird die Differenz zwischen einem jährlich festgelegten Referenzpreis und dem Zielpreis, und das nur für einen Teil des anrechenbaren Stromverbrauchs. Den Referenzpreis legt das BAFA für jedes Abrechnungsjahr auf Basis von Terminmarktpreisen fest.

Weil nur ein Teil des Verbrauchs gefördert wird, liegt die Entlastung bezogen auf den gesamten Verbrauch deutlich unter dem, was die fünf Cent vermuten lassen. Bei hohem Jahresverbrauch ist das ein relevanter Betrag, aber eben nicht die Halbierung der Stromrechnung.

Dazu kann ein Flexibilitätsbonus kommen. Ihn erhält, wer einen wesentlichen Teil der Dekarbonisierungsverpflichtung in Flexibilität investiert und den überwiegenden Teil des Bonus reinvestiert. Auch das ist ein Punkt, der Vorlauf braucht, weil die Investitionen dokumentiert werden müssen.

Wer kann den Industriestrompreis beantragen?

Unternehmen aus strom- und handelsintensiven Branchen. Maßgeblich ist die Zugehörigkeit zu einer Branche, die in den europäischen Klima-, Umweltschutz- und Energiebeihilfeleitlinien als strom- und handelsintensiv gelistet ist, zugeordnet über die Klassifikation der Wirtschaftszweige.

Anders als bei der Besonderen Ausgleichsregelung sieht die Richtlinie keine allgemeine Mindestverbrauchsschwelle vor. Verbrauchsgrenzen spielen trotzdem eine Rolle: Ab einer bestimmten Menge wird ein Prüfungsvermerk verlangt, dazu gleich mehr.

Prüfen Sie die Branchenzuordnung früh und schriftlich. Sie entscheidet über alles Weitere, und bei Unternehmen mit mehreren Tätigkeiten oder verbundenen Gesellschaften ist sie nicht immer eindeutig.

Bis wann muss der Antrag gestellt werden?

Die Richtlinie sieht ein Antragsfenster im Jahr nach dem Abrechnungsjahr vor, das im Frühjahr beginnt und im Herbst endet. Für das Abrechnungsjahr 2026 ist die Antragstellung im Frühjahr 2027 vorgesehen; der Prüfungsvermerk ist im Laufe des Jahres 2027 nachzureichen, mit gesonderten Fristen bei paralleler Beantragung der Strompreiskompensation.

Für die Praxis heißt das: Zwischen dem Abschluss des Geschäftsjahres 2026 und der Antragstellung liegen nur wenige Monate, und in dieselbe Zeit fallen der Jahresabschluss und, bei vielen Unternehmen, der Antrag auf Strompreiskompensation. Wer die Datenaufbereitung erst im Frühjahr 2027 beginnt, arbeitet parallel an drei Fronten mit denselben Zahlen und denselben Leuten.

Wann brauchen Sie einen Prüfungsvermerk?

Beim Industriestrompreis ab einer bestimmten Menge anrechenbaren Stromverbrauchs. Unterhalb dieser Schwelle genügen in der Regel die Angaben im Antrag.

Bei den benachbarten Entlastungen sieht es anders aus, und die Begriffe unterscheiden sich, was in der Praxis regelmäßig durcheinandergerät:

  • Bei der Besonderen Ausgleichsregelung ist ein Prüfungsvermerk vor allem dann erforderlich, wenn die Begrenzung auf einen Anteil der Bruttowertschöpfung begehrt wird. Gegenstand ist dann eine Aufstellung der Bruttowertschöpfung auf Grundlage der geprüften Jahresabschlüsse mehrerer zurückliegender Geschäftsjahre. Der Stromverbrauch selbst wird in der Regel über Lieferverträge und Rechnungen nachgewiesen.
  • Bei der Strompreiskompensation verlangt die Richtlinie eine Bescheinigung über die tatsachenbezogenen Angaben im Antrag, für die ergänzende Leistung zusätzlich einen Prüfungsvermerk.

Bescheinigung und Prüfungsvermerk sind nicht dasselbe. Die Bescheinigung bezieht sich auf Tatsachenangaben, der Prüfungsvermerk auf eine geprüfte Aufstellung mit hinreichender Sicherheit. Wer den falschen Auftrag erteilt, riskiert ein Dokument, das die Behörde nicht akzeptiert.

Wer den Vermerk erteilen darf, ist ebenfalls geregelt: Das Energiefinanzierungsgesetz nennt Wirtschaftsprüfer, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, vereidigte Buchprüfer, Buchprüfungsgesellschaften und genossenschaftliche Prüfungsverbände. Für die Unabhängigkeit gelten die Regeln der Abschlussprüfung nach dem HGB entsprechend.

Industriestrompreis, Strompreiskompensation und BesAR: Was ist was?

Drei Instrumente, drei Ebenen, unterschiedliche Zuständigkeiten. Sie schließen einander nicht aus, greifen aber ineinander.

Der Industriestrompreis entlastet beim Großhandelspreis. Zuständig ist das BAFA. Laufzeit sind die Abrechnungsjahre 2026 bis 2028.

Die Strompreiskompensation gleicht die im Strompreis enthaltenen indirekten CO2-Kosten aus dem europäischen Emissionshandel aus. Zuständig ist die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt. Eine neue Richtlinie deckt die Abrechnungsjahre bis 2030 ab. Für besonders stromintensive Unternehmen gibt es eine ergänzende Leistung, die die CO2-Kosten zusätzlich im Verhältnis zur Bruttowertschöpfung begrenzt.

Die Besondere Ausgleichsregelung nach dem Energiefinanzierungsgesetz begrenzt dagegen keine Preise, sondern Umlagen, und zwar seit 2023 nur noch die KWKG-Umlage und die Offshore-Netzumlage. Die EEG-Umlage gehört nicht mehr dazu. Wer die Regelung deshalb für erledigt hält, sollte 2026 noch einmal rechnen: Beide Umlagen sind deutlich gestiegen, und der Entlastungswert nimmt entsprechend zu.

Wichtig ist die Abgrenzung zur Strompreiskompensation: Stromverbräuche, für die Strompreiskompensation beantragt wird, sind beim Industriestrompreis nicht berücksichtigungsfähig. Eine Kumulierung ist nur begrenzt möglich, und BAFA und DEHSt gleichen die Daten ab. Wer beides beantragt, muss die Verbräuche also sauber trennen, und zwar bevor die Anträge rausgehen.

Zur Vollständigkeit: Die Stromsteuerentlastung und individuelle Netzentgelte sind davon getrennt zu betrachten.

Erst die Datengrundlage, dann die Entlastung

Klingt trocken? Ist aber der Kern der Sache. Bevor Sie wirtschaftliche Effekte seriös bewerten, sollten Sie die Datenseite in Ordnung bringen. Dazu gehören vor allem:

  • klare Verbrauchszuordnungen je Standort, Zählpunkt oder Kostenstelle,
  • nachvollziehbare Abgrenzungen zwischen Produktion, Verwaltung und sonstigen Verbräuchen,
  • eine saubere Trennung der Mengen, die in verschiedene Anträge einfließen,
  • abgestimmte Zahlen zwischen Energieeinkauf, Controlling, Finanzbereich und Technik,
  • eine Dokumentation von Annahmen, Schätzungen und methodischen Entscheidungen.

Gerade bei größeren Strukturen zeigt sich schnell: Die Zahlen sind vorhanden, aber sie sprechen nicht automatisch dieselbe Sprache. Der Energieeinkauf arbeitet mit Lastgängen und Verträgen, das Controlling mit Kostenstellen, die Buchhaltung mit Rechnungen und die Technik mit Messpunkten. Alles richtig, und trotzdem nicht deckungsgleich.

Ein Beispiel, das häufig auftaucht: Der Verbrauch aus der Buchhaltung ist eine Summe von Abschlagszahlungen und damit ein Betrag in Euro, kein Verbrauch in Kilowattstunden. Für einen Antrag brauchen Sie die abgerechnete Menge des Abrechnungszeitraums, abgestimmt auf Zählpunkte. Das ist keine Kleinigkeit, wenn mehrere Standorte und mehrere Versorger im Spiel sind.

An diesem Punkt wird es interessant. Denn wirtschaftlich gute Entscheidungen entstehen nicht aus möglichst vielen Tabellen, sondern aus konsistenten Tabellen. Wer diese Konsistenz herstellt, hat später bei Anträgen, Rückfragen und internen Entscheidungen einen echten Vorsprung.

Typische Stolperstellen im Unternehmen

Viele Probleme entstehen nicht, weil Unternehmen die Anforderungen ignorieren. Sie entstehen, weil Anforderungen an mehreren Stellen gleichzeitig erfüllt werden müssen. Ein paar Muster tauchen immer wieder auf.

Daten liegen vor, aber nicht in prüffähiger Form. Verbrauchswerte stehen im Energiemanagementsystem, Rechnungen in der Buchhaltung, Zusatzinformationen beim externen Dienstleister. Sobald die Informationen zusammengeführt werden sollen, beginnt das Sortieren. Formate unterscheiden sich, Stichtage passen nicht zusammen, und historische Änderungen wurden nicht dokumentiert.

Zuständigkeiten sind verteilt. Energie, Recht, Finanzen, Nachhaltigkeit und Einkauf haben jeweils einen Teil des Puzzles. Das ist normal. Kritisch wird es, wenn niemand den Gesamtzusammenhang steuert. Dann entstehen Rückfragen in Schleifen, und aus einer lösbaren Aufgabe wird ein Abstimmungsprojekt.

Schätzungen werden nicht kenntlich gemacht. Nicht jede Abgrenzung lässt sich punktgenau messen, das ist in der Praxis üblich. Problematisch wird es, wenn Methoden nicht begründet und Änderungen gegenüber Vorjahren nicht festgehalten werden. Dann fehlt die Brücke zwischen operativer Realität und nachvollziehbarer Herleitung. Bei der Bruttowertschöpfung arbeitet der Prüfer mit einer Wesentlichkeitsschwelle, und die ist schneller erreicht, als man denkt.

Der Jahresabschluss wird zu spät mitgedacht. Die Bruttowertschöpfung wird aus den geprüften Jahresabschlüssen mehrerer Geschäftsjahre nach einer festgelegten statistischen Definition abgeleitet. Wer den Abschluss und den Antrag getrennt voneinander vorbereitet, hat am Ende zwei Zahlenwerke, die sich nicht ohne Weiteres ineinander überführen lassen. Das fällt spätestens dann auf, wenn jemand sie vergleicht.

Die Voraussetzungen der Besonderen Ausgleichsregelung sind veraltet im Kopf. Ein Beispiel: Das Energiefinanzierungsgesetz kennt keine Stromkostenintensitätsschwelle mehr, die stand im alten EEG. Verlangt werden heute unter anderem ein Mindestverbrauch an umlagepflichtigem selbst verbrauchtem Strom an einer Abnahmestelle einer begünstigten Branche, ein Energiemanagementsystem und der Nachweis einer grünen Konditionalität, also etwa Energieeffizienzmaßnahmen, ein Anteil ungeförderten Grünstroms oder eine Dekarbonisierungsinvestition. Wer nach alten Kriterien prüft, kommt leicht zum falschen Ergebnis.

Warum Wirtschaftsprüfung hier mehr ist als ein Kontrollblick

Weil der Prüfungsvermerk kein Formblatt ist, sondern das Ergebnis einer Prüfung mit hinreichender Sicherheit. Und weil die dafür nötigen Zahlen aus denselben Systemen stammen wie der Jahresabschluss.

Genau an dieser Schnittstelle liegt der Nutzen: Wer Energie- und Verbrauchsdaten, Bruttowertschöpfung und Abschlusszahlen in einem Zug betrachtet, kann abweichende Datenstände vermeiden und doppelte Arbeit sparen. Die justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft arbeitet in genau diesem Übergangsbereich zwischen Energierecht, Nachweisführung und Finanzberichterstattung. Wir erteilen Prüfungsvermerke und Bescheinigungen in diesem Umfeld und begleiten die Vorbereitung so, dass sie zum Jahresabschluss passt statt daneben zu laufen.

Ein Hinweis zur Rolle, weil die Frage regelmäßig kommt: Sind wir als Abschlussprüfer bestellt, geben wir Hinweise, entscheiden und umsetzen muss das Unternehmen. Das folgt aus den Unabhängigkeitsregeln des HGB. Die Erteilung eines Prüfungsvermerks nach dem EnFG ist ein eigener Auftrag, für den die dort genannten Unabhängigkeitsregeln entsprechend gelten.

Und ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Gute Lösungen müssen nicht groß klingen. Sie müssen im Alltag funktionieren. Wenn Fachbereiche Daten liefern können, Entscheidungen dokumentiert sind und Rückfragen nicht jedes Mal bei null beginnen, ist schon viel gewonnen.

Ein pragmatischer Fahrplan für die nächsten Monate

Bis zur ersten Antragsrunde im Frühjahr 2027 bleibt Zeit. Sinnvoll genutzt sieht sie so aus:

1. Branchenzuordnung klären. Fällt Ihr Unternehmen unter die maßgebliche Teilliste, und gilt das für alle Gesellschaften und Standorte? Diese Frage schriftlich beantworten, nicht im Kopf.

2. Mengengerüst aufbauen. Anrechenbarer Verbrauch je Abnahmestelle für das Geschäftsjahr 2026, abgestimmt zwischen Zählpunkten, Abrechnungen und Buchhaltung.

3. Anträge gegeneinander abgrenzen. Wenn Sie auch Strompreiskompensation beantragen: Welche Mengen laufen wohin? Doppelt angesetzte Verbräuche können beim Abgleich zwischen BAFA und DEHSt auffallen.

4. Bruttowertschöpfung vorbereiten. Die Aufstellung aus den maßgeblichen Jahresabschlüssen lässt sich schon jetzt strukturieren und wird vervollständigt, sobald der Abschluss 2026 steht.

5. Prüfungsvermerk früh beauftragen. Ab einer bestimmten Verbrauchsgröße brauchen Sie ihn. Der Prüfer braucht Vorlauf, und die Frist zur Nachreichung im Jahr 2027 ist knapp bemessen.

6. Flexibilitäts- und Dekarbonisierungsinvestitionen dokumentieren. Wer den Bonus will oder die grüne Konditionalität der Besonderen Ausgleichsregelung erfüllen muss, braucht Belege, keine Absichtserklärungen.

Fazit: Gute Entscheidungen brauchen belastbare Nachweise

Der Industriestrompreis ist beschlossen, genehmigt und beziffert. Seine strategische Bedeutung zeigt sich aber erst, wenn Preis, Förderlogik, Datenbasis und Nachweisführung zusammengedacht werden. Zwei Dinge sollte man dabei nüchtern sehen: Die Entlastung liegt über den Gesamtverbrauch gerechnet deutlich unter fünf Cent je Kilowattstunde. Und einen Rechtsanspruch gibt es nicht.

Wer seine Verbrauchsdaten jetzt strukturiert, die Abgrenzung zur Strompreiskompensation vorbereitet und die Verbindung zum Jahresabschluss früh herstellt, schafft eine belastbare Grundlage. Das ist nicht nur für den Antrag sinnvoll, es stärkt auch die interne Steuerung. Und die braucht man bekanntlich nicht erst dann, wenn es hektisch wird.

Jetzt die Datenseite des Industriestrompreises sauber aufsetzen

Wenn Sie prüfen möchten, wie belastbar Ihre Datenbasis, Abgrenzungen und Nachweise rund um Industriestrompreis, Strompreiskompensation und Besondere Ausgleichsregelung wirklich sind, lohnt sich ein strukturierter Blick von außen. Wir übernehmen die erforderlichen Prüfungsvermerke und Bescheinigungen und sagen Ihnen vorher, welche Unterlagen dafür gebraucht werden.

Das Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich, dauert 25 oder 50 Minuten und findet digital statt.

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Kontakt:

justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rheinpromenade 2, 40789 Monheim am Rhein

Telefon: +49 211 74077093

Website: https://justreporting.eu

Häufige Fragen zum Industriestrompreis

Gibt es den Industriestrompreis in Deutschland schon?

Ja. Die Förderrichtlinie stammt aus dem Frühjahr 2026 und wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die EU-Kommission hat die Regelung zuvor beihilferechtlich genehmigt. Sie gilt für die Abrechnungsjahre 2026 bis 2028.

Wie hoch ist der Industriestrompreis?

Der oft genannte Wert von fünf Cent je Kilowattstunde ist der Zielpreis, nicht der Zuschuss. Gefördert wird die Differenz zwischen einem jährlich festgelegten Referenzpreis und diesem Zielpreis, und das nur für einen Teil des anrechenbaren Verbrauchs. Bezogen auf den Gesamtverbrauch ist die Entlastung deshalb deutlich niedriger.

Wer kann den Industriestrompreis beantragen?

Unternehmen aus Branchen, die in den europäischen Energiebeihilfeleitlinien als strom- und handelsintensiv gelistet sind. Eine allgemeine Mindestverbrauchsschwelle sieht die Richtlinie nicht vor. Zuständig ist das BAFA.

Besteht ein Rechtsanspruch auf den Industriestrompreis?

Nein. Es handelt sich um eine Billigkeitsleistung auf haushaltsrechtlicher Grundlage. Die Bewilligung steht im pflichtgemäßen Ermessen der Behörde und unter Haushaltsvorbehalt; bei nicht ausreichenden Mitteln kann anteilig gekürzt werden.

Wann muss der Antrag für 2026 gestellt werden?

Die Antragstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Der Prüfungsvermerk ist im Laufe des Jahres 2027 nachzureichen, mit gesonderten Fristen bei paralleler Beantragung der Strompreiskompensation.

Wann ist ein Prüfungsvermerk durch einen Wirtschaftsprüfer erforderlich?

Beim Industriestrompreis ab einer bestimmten Menge anrechenbaren Stromverbrauchs. Bei der Besonderen Ausgleichsregelung vor allem dann, wenn die Begrenzung auf einen Anteil der Bruttowertschöpfung begehrt wird. Bei der Strompreiskompensation ist eine Bescheinigung über die tatsachenbezogenen Angaben erforderlich, für die ergänzende Leistung zusätzlich ein Prüfungsvermerk.

Kann man Industriestrompreis und Strompreiskompensation gleichzeitig beantragen?

Grundsätzlich ja, aber nicht für dieselben Strommengen. Verbräuche, für die Strompreiskompensation beantragt wird, sind beim Industriestrompreis nicht berücksichtigungsfähig. BAFA und DEHSt gleichen die Angaben ab.

Was hat sich bei der Besonderen Ausgleichsregelung geändert?

Seit dem Energiefinanzierungsgesetz werden nur noch die KWKG-Umlage und die Offshore-Netzumlage begrenzt, die EEG-Umlage nicht mehr. Eine Stromkostenintensitätsschwelle gibt es nicht mehr. Verlangt werden unter anderem ein Mindestverbrauch an umlagepflichtigem selbst verbrauchtem Strom an einer Abnahmestelle einer begünstigten Branche, ein Energiemanagementsystem und der Nachweis einer grünen Konditionalität. Der Antrag ist jeweils im Jahr vor dem Begrenzungsjahr beim BAFA zu stellen.

Für wen dieser Beitrag gedacht ist

Dieser Beitrag richtet sich an Geschäftsführer, kaufmännische Leiter, Energiemanagementbeauftragte und Leiter Rechnungswesen in energieintensiven Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die Entlastungen bei Strompreisen und Umlagen beantragen oder prüfen wollen, ob sich das lohnt.

Die justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilt Prüfungsvermerke und Bescheinigungen im Umfeld von Industriestrompreis, Strompreiskompensation und Besonderer Ausgleichsregelung nach dem Energiefinanzierungsgesetz, führt vereinbarte Untersuchungshandlungen zu Grünstrom- und Herkunftsnachweisen in Lieferketten durch, prüft Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD, ESRS und dem freiwilligen Standard und übernimmt gesetzliche Jahresabschlussprüfungen.

Wie und wo wir arbeiten

Unterlagen, Abstimmungen und Rückfragen laufen digital, vor Ort sind wir dort, wo es notwendig ist oder gewünscht wird. Regional sind wir im Raum Düsseldorf und Köln verankert, Kanzleisitz ist Monheim am Rhein. Mandate betreuen wir bundesweit.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

FAQ

Gibt es den Industriestrompreis in Deutschland bereits?

Ja. Der Industriestrompreis gilt seit Frühjahr 2026 auf Basis einer BAFA-Förderrichtlinie für die Abrechnungsjahre 2026 bis 2028. Wichtig: Es ist eine Billigkeitsleistung ohne Rechtsanspruch und unter Haushaltsvorbehalt.

Wie hoch ist die Entlastung beim Industriestrompreis wirklich?

Die oft genannten 5 Cent pro kWh sind beim Industriestrompreis nur der Zielpreis, nicht der Zuschuss. Gefördert wird die Differenz zwischen Referenzpreis und Zielpreis – und das nur für einen Teil des anrechenbaren Stromverbrauchs. Die tatsächliche Entlastung je Gesamtverbrauch liegt deshalb deutlich unter 5 Cent.

Wer kann den Industriestrompreis beim BAFA beantragen?

Antragsberechtigt sind Unternehmen aus strom- und handelsintensiven Branchen nach den europäischen Energiebeihilfeleitlinien. Entscheidend ist die korrekte Branchenzuordnung. Eine allgemeine Mindestverbrauchsschwelle sieht die Richtlinie für den Industriestrompreis nicht vor.

Wann muss der Antrag auf Industriestrompreis für 2026 gestellt werden?

Der Antrag für das Abrechnungsjahr 2026 ist im Frühjahr 2027 beim BAFA vorgesehen. Unternehmen sollten Verbrauchsdaten, Abgrenzungen und Nachweise aber schon 2026 sauber vorbereiten, weil der Antrag stark von prüffähigen Daten abhängt.

Wann ist für den Industriestrompreis ein Prüfungsvermerk erforderlich?

Ein Prüfungsvermerk ist beim Industriestrompreis ab einer bestimmten Menge anrechenbaren Stromverbrauchs erforderlich. Wer zusätzlich Strompreiskompensation oder Besondere Ausgleichsregelung nutzt, sollte genau zwischen Bescheinigung, Prüfungsvermerk und den jeweiligen Nachweisen unterscheiden.

Kann man Industriestrompreis und Strompreiskompensation gleichzeitig nutzen?

Grundsätzlich ja, aber nicht für dieselben Strommengen. Stromverbräuche mit Strompreiskompensation sind beim Industriestrompreis nicht berücksichtigungsfähig. Deshalb sind saubere Verbrauchsabgrenzung und konsistente Daten zwischen BAFA und DEHSt entscheidend.

Warum sind Verbrauchsdaten für den Industriestrompreis so wichtig?

Saubere Verbrauchsdaten entscheiden über die Förderfähigkeit, die richtige Abgrenzung zu Strompreiskompensation und BesAR sowie über die Prüffähigkeit des Antrags 2027. Maßgeblich sind abgestimmte kWh-Daten je Standort, Zählpunkt und Abnahmestelle – nicht nur Stromkosten aus der Buchhaltung.

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