VSME pragmatisch umsetzen: Nachhaltigkeitsberichte, die Mittelständler wirklich entlasten
Von Jannik Hassel, Wirtschaftsprüfer, justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Stand: September 2026.
Kurz gesagt: Wenn Ihr Unternehmen Nachhaltigkeitsinformationen liefern soll, aber kein zu umfangreiches Berichtssystem aufbauen möchte, ist der VSME ein sinnvoller Weg. Der Standard hilft dabei, Erwartungen von Banken, Kunden und Geschäftspartnern strukturiert zu erfüllen, ohne unnötigen Ballast. Seit dem Omnibus-Paket kommt ein zweiter, oft übersehener Nutzen dazu: Der Standard begrenzt, was berichtspflichtige Geschäftspartner von Ihnen überhaupt verlangen dürfen. Wichtig ist nur, früh zu klären, welche Daten wirklich gebraucht werden, wer sie liefert und wie daraus ein belastbarer Bericht entsteht.
Inhalt
- Warum VSME gerade jetzt so relevant ist
- Ist der VSME verpflichtend?
- Was hat sich 2026 geändert? Vom VSME zum Voluntary Standard
- Was steht eigentlich drin? Basis-Modul und Comprehensive-Modul
- Für wen der Standard besonders interessant ist
- Weniger Kür, mehr Klarheit: Was VSME leisten soll
- Die typischen Stolperfallen im Mittelstand
- So gelingt der Einstieg ohne Berichtsfrust
- Welche Daten oft schon da sind, nur eben verstreut
- Wie aus einzelnen Kennzahlen ein belastbarer Bericht wird
- Muss der VSME-Bericht geprüft werden?
- Warum externe Begleitung oft Zeit spart
- Fazit: Lieber schlank starten als später hektisch reagieren
- Jetzt den VSME-Einstieg sauber aufsetzen
- Für wen dieser Beitrag gedacht ist
- Wie und wo wir arbeiten
Warum VSME gerade jetzt so relevant ist
Viele Unternehmen spüren es längst im Alltag: Nachhaltigkeit ist kein Randthema mehr. Nicht nur große Konzerne fragen Informationen ab, sondern auch Banken, Investoren, Auftraggeber und Lieferkettenpartner. Und dann steht man schnell vor der Frage: Müssen wir jetzt einen umfangreichen Nachhaltigkeitsbericht aufbauen?
Nicht unbedingt. Genau hier wird der VSME spannend. Der Standard ist darauf ausgelegt, kleinen und mittleren Unternehmen eine praktikable Struktur zu geben. Also kein Berichtswesen, das mehr Kräfte bindet als es Nutzen bringt, sondern ein Rahmen, der Ordnung schafft. Das ist besonders wertvoll, wenn Anforderungen von außen steigen, intern aber Zeit und Ressourcen knapp sind.
Dazu kommt eine Entwicklung, die viele noch nicht auf dem Schirm haben. Seit der Omnibus-Änderungsrichtlinie ist der Standard nicht mehr nur ein Angebot, sondern auch eine Grenze. Dazu weiter unten mehr.
Ist der VSME verpflichtend?
Nein. Der VSME begründet keine Berichtspflicht. Er ist ein freiwilliger Standard für Unternehmen, die nicht unter die CSRD fallen.
Er wirkt aber in zwei Richtungen, und die zweite ist die eigentlich interessante. Erstens gibt er nicht berichtspflichtigen Unternehmen eine anerkannte Struktur, um Auskünfte zu geben, statt jeden Fragebogen einzeln zu beantworten. Zweitens begrenzt er, was berichtspflichtige Geschäftspartner überhaupt verlangen dürfen. Die Omnibus-Änderungsrichtlinie (EU) 2026/470 hat dafür Artikel 29ca in die Bilanzrichtlinie eingefügt: Ein berichtspflichtiges Unternehmen darf von Geschäftspartnern mit bis zu 1.000 Beschäftigten grundsätzlich nicht mehr Informationen verlangen, als der freiwillige Standard vorsieht. Für kleinere Unternehmen ist die Grenze noch enger gezogen. Anwendbar ist das für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen.
Praktisch heißt das: Wer sich am Standard orientiert, kann einem 150-Felder-Fragebogen künftig mit einer sachlichen Begründung begegnen, statt ihn widerwillig auszufüllen.
Was hat sich 2026 geändert? Vom VSME zum Voluntary Standard
Der Standard hat einen neuen Namen und eine neue Rechtsgrundlage bekommen. Die Entwicklung in drei Schritten:
1. Die EFRAG hat den VSME am 17. Dezember 2024 in seiner finalen Fassung vorgelegt.
2. Die EU-Kommission hat ihn mit der Empfehlung (EU) 2025/1710 vom 30. Juli 2025 aufgegriffen. Eine Empfehlung ist rechtlich unverbindlich, sie hat dem Standard aber offizielles Gewicht gegeben.
3. Auf Grundlage des neuen Artikels 29ca der Bilanzrichtlinie hat die Kommission am 3. Juli 2026 eine delegierte Verordnung angenommen, die den Voluntary Standard festlegt. Er löst den VSME begrifflich ab, behält die Modulstruktur aber bei und fügt nach Angaben der Kommission keine neuen Datenpunkte hinzu.
Wenn Ihnen also beide Bezeichnungen begegnen, meinen sie im Kern dasselbe Regelwerk. In der Praxis wird der Begriff VSME noch eine Weile weiterleben, während offizielle Dokumente zunehmend vom Voluntary Standard sprechen.
Ein Hinweis zur Sorgfalt: Der delegierte Rechtsakt durchläuft nach der Annahme noch das Einspruchsverfahren von Parlament und Rat. Bis zur Veröffentlichung im Amtsblatt sollte man ihn als "delegierte Verordnung der Kommission vom 3. Juli 2026" zitieren und nicht mit einer Verordnungsnummer.
Was steht eigentlich drin? Basis-Modul und Comprehensive-Modul
Der Standard besteht aus zwei Modulen, und schon das ist eine Erleichterung gegenüber dem ursprünglichen Entwurf vom Januar 2024, der noch drei Module vorsah.
Das Basis-Modul umfasst elf Angaben (B1 bis B11). Es deckt die Grundlagen der Berichterstattung ab, dazu Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen, weitere Umweltthemen wie Abfall und Wasser sowie Angaben zu Beschäftigten und zur Unternehmensführung. Für die meisten Anfragen von Banken und Kunden reicht dieses Modul aus.
Das Comprehensive-Modul baut darauf auf und richtet sich an Unternehmen, deren Geschäftspartner oder Kreditgeber mehr wissen wollen, etwa zu Strategie, Zielen oder Risiken.
Der wichtigste Unterschied zu den ESRS: Eine Wesentlichkeitsanalyse ist nicht erforderlich. Sie berichten die vorgesehenen Angaben, ohne vorher aufwendig herleiten zu müssen, welche Themen für Ihr Unternehmen wesentlich sind. Genau diese Vereinfachung ist der Grund, warum der Standard für den Mittelstand überhaupt praktikabel ist.
Praktisch nützlich: Die EFRAG stellt ein digitales Template samt XBRL-Taxonomie bereit, auch in deutscher Sprache. Wer den Bericht ohnehin strukturiert aufbauen will, sollte damit starten statt mit einem leeren Word-Dokument.
Für wen der Standard besonders interessant ist
Der VSME ist vor allem für mittelständische Unternehmen interessant, die selbst nicht berichtspflichtig sind, aber dennoch verlässlich Auskunft geben müssen. Das betrifft zum Beispiel Unternehmen, die regelmäßig Nachhaltigkeitsfragen von Kunden beantworten, Kreditanfragen begleiten oder in Ausschreibungen geforderte ESG-Angaben liefern sollen.
Die Zahl dieser Unternehmen ist mit dem Omnibus-Paket deutlich gewachsen. Die Änderungsrichtlinie (EU) 2026/470 hat den Anwendungsbereich der CSRD stark eingeschränkt: Berichtspflichtig sind künftig nur noch Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und mehr als 450 Millionen Euro Umsatz. Nach Schätzungen der Kommission sind damit rund 90 Prozent weniger Unternehmen unmittelbar erfasst als ursprünglich vorgesehen. Der Informationsbedarf verschwindet dadurch aber nicht, er verlagert sich in die Lieferkette.
Mit anderen Worten: Wer immer wieder Excel-Listen, Fragebögen und Einzelanfragen manuell zusammensucht, hat meist schon ein Reporting-Thema, auch ohne formale Pflicht. Der VSME kann dann helfen, aus Reaktion endlich Struktur zu machen.
Weniger Kür, mehr Klarheit: Was VSME leisten soll
Der große Vorteil liegt in der Vereinfachung. Statt alles zu berichten, was theoretisch möglich wäre, geht es um nachvollziehbare, relevante und angemessen aufbereitete Informationen. Das klingt unspektakulär. Ist aber Gold wert.
Denn ein guter Nachhaltigkeitsbericht muss nicht überladen sein. Er muss verständlich sein, konsistent sein und zu Ihrem Unternehmen passen. Dazu gehören typischerweise Angaben zu Umweltaspekten, sozialen Themen und Unternehmensführung, aber eben in einer Form, die für mittelständische Strukturen machbar bleibt.
Das Ziel ist nicht, Eindruck durch Masse zu machen. Das Ziel ist Glaubwürdigkeit.
Die typischen Stolperfallen im Mittelstand
Ganz ehrlich: Die meisten Probleme entstehen nicht am Standard selbst, sondern im Alltag. Daten liegen in verschiedenen Abteilungen. Zuständigkeiten sind unklar. Verbräuche werden anders erfasst als Personalkennzahlen. Lieferanteninformationen sind lückenhaft. Und häufig fehlt ein gemeinsames Begriffsverständnis.
Dann beginnt das bekannte Spiel: Controlling hat einen Teil, HR einen anderen, der Einkauf wieder etwas anderes. Alle arbeiten ordentlich, aber nicht im gleichen Takt. Das Ergebnis? Viel Aufwand, wenig Sicherheit.
Eine Stolperfalle sei besonders genannt, weil sie in der Praxis am meisten Zeit kostet: der Stromverbrauch. Er wirkt trivial, ist es aber nicht. Gemeint ist der Verbrauch des Standorts im Berichtsjahr, und dafür braucht es Zählerstände zu Jahresbeginn und Jahresende oder die Jahresabrechnung, nicht die Summe der Abschlagszahlungen. Wer hier eine Zahl aus der Buchhaltung nimmt, berichtet einen Betrag in Euro, keinen Verbrauch in Kilowattstunden.
Gerade deshalb lohnt sich ein sauberer Start. Nicht perfekt. Aber geordnet.
So gelingt der Einstieg ohne Berichtsfrust
Ein pragmatischer VSME-Start beginnt nicht mit Layout oder Formulierungen, sondern mit einer Bestandsaufnahme. Welche Informationen werden bereits erhoben? Welche Anfragen kommen regelmäßig von außen? Welche Kennzahlen sind belastbar? Und wo gibt es erkennbare Lücken?
Danach wird es deutlich einfacher. Sinnvoll ist oft dieses Vorgehen:
1. relevante Berichtsinhalte definieren, also entscheiden, ob das Basis-Modul reicht,
2. vorhandene Datenquellen identifizieren,
3. Verantwortlichkeiten festlegen,
4. Erhebungslogik vereinheitlichen,
5. Dokumentation und Freigabeprozess aufbauen.
Das klingt technisch, und ist es in Teilen auch. Aber es bringt Ruhe rein. Wer einmal klare Abläufe hat, spart bei jeder späteren Anfrage Zeit.
Welche Daten oft schon da sind, nur eben verstreut
Viele Unternehmen unterschätzen, wie viel bereits vorhanden ist. Strom- und Wärmeverbräuche? Liegen meist in Rechnungen oder Energiesystemen. Mitarbeitendenzahlen, Fluktuation oder Weiterbildungsdaten? Oft im Personalbereich. Governance-Themen? Stecken häufig in Richtlinien, Freigabeprozessen oder Compliance-Strukturen.
Das Problem ist selten der völlige Datenmangel. Das Problem ist eher: Die Informationen sind nicht in einer Berichtslogik gebündelt. Genau hier setzt gute Nachhaltigkeitsberatung an. Sie übersetzt vorhandene Informationen in eine belastbare Struktur und sorgt dafür, dass aus vielen Einzelteilen ein verständliches Gesamtbild wird.
Wie aus einzelnen Kennzahlen ein belastbarer Bericht wird
Ein Bericht wirkt erst dann professionell, wenn Zahlen, Aussagen und Prozesse zusammenpassen. Wenn also zum Beispiel Umweltkennzahlen genannt werden, sollte auch klar sein, wie sie ermittelt wurden. Wenn soziale Themen beschrieben werden, sollte die Darstellung zur tatsächlichen Unternehmenspraxis passen. Klingt selbstverständlich, ist aber in der Realität oft die größte Baustelle.
Deshalb ist Qualität im Reporting nie nur eine Frage des Schreibens. Sie ist eine Frage der Nachvollziehbarkeit. Wer hat welche Zahl geliefert? Nach welcher Logik? Zu welchem Stichtag? Gab es Schätzungen? Wurden Annahmen dokumentiert?
Solche Fragen klingen trocken. Sie sind aber der Unterschied zwischen einem hübschen Text und einer belastbaren Berichterstattung.
Ein Hinweis, der später viel Arbeit spart: Wenn Sie Angaben zum Stromverbrauch machen und dabei Grünstrom ausweisen, dokumentieren Sie gleich mit, worauf sich das stützt. Ein Ökostromtarif allein ist kein Nachweis. Belastbar ist der Nachweis über entwertete Herkunftsnachweise Ihres Stromlieferanten. Wer das erst nachträglich aufarbeitet, arbeitet doppelt.
Muss der VSME-Bericht geprüft werden?
Nein, eine Prüfungspflicht besteht nicht. Der Standard ist freiwillig, und mit ihm auch jede externe Bestätigung.
In der Praxis fragen allerdings zunehmend Banken und Großkunden danach, ob die Angaben von einer unabhängigen Stelle angesehen wurden. Dafür gibt es zwei sinnvolle Formate, die sich im Aufwand deutlich unterscheiden. Bei einer Prüfung mit begrenzter Sicherheit gibt der Wirtschaftsprüfer eine Aussage darüber ab, ob ihm etwas bekannt geworden ist, das gegen die Angaben spricht. Bei vereinbarten Untersuchungshandlungen wird dagegen vorab genau festgelegt, welche Angaben wie untersucht werden; berichtet werden dann die Feststellungen, ausdrücklich ohne Urteil und ohne Sicherheit. Das ist schlanker, günstiger und für viele Lieferantenanfragen völlig ausreichend.
Welches Format passt, hängt davon ab, wer die Information verlangt und wofür er sie verwendet. Diese Frage sollte man klären, bevor man einen Auftrag erteilt, nicht danach.
Warum externe Begleitung oft Zeit spart
Viele Unternehmen versuchen zunächst, das Thema nebenbei intern zu lösen. Das ist verständlich. Nur zeigt die Praxis oft: Was als kleine Zusatzaufgabe startet, zieht sich schnell durch mehrere Bereiche und kostet mehr Zeit als gedacht.
Externe Begleitung bringt vor allem Struktur, Methodik und einen nüchternen Blick von außen. Gerade bei der Einführung eines VSME-orientierten Reportings kann das sehr hilfreich sein. Die justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterstützt Unternehmen dabei, Anforderungen verständlich zu machen, Datenprozesse sauber aufzusetzen und Berichte so zu entwickeln, dass sie sowohl praktikabel als auch belastbar sind. Als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeitsberichterstattung und Energierecht wissen wir dabei genau, welche Angaben später einer Prüfung standhalten müssen und welche nicht.
Das ist besonders dann hilfreich, wenn Sie nicht bei null anfangen wollen, aber trotzdem sicherstellen möchten, dass Inhalte nachvollziehbar, effizient und adressatengerecht aufgebaut sind.
Fazit: Lieber schlank starten als später hektisch reagieren
Der VSME ist kein Selbstzweck. Der Standard ist vor allem eine Chance, Nachhaltigkeitsinformationen endlich geordnet, realistisch und mit Augenmaß aufzubauen. Wer heute sauber startet, reduziert später Rückfragen, verhindert unnötigen Aktionismus und stärkt die eigene Kommunikationsfähigkeit gegenüber Banken, Kunden und Partnern. Und ab 2027 hat er zusätzlich ein Argument in der Hand, wenn Anfragen über das Ziel hinausschießen.
Und Hand aufs Herz: Ein klarer, schlanker Prozess ist fast immer besser als hektisches Zusammensuchen unter Zeitdruck.
Jetzt den VSME-Einstieg sauber aufsetzen
Wenn Sie Ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung pragmatisch und belastbar entwickeln möchten, lohnt sich ein strukturierter Start. Die justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begleitet Sie dabei, die Anforderungen des freiwilligen Standards verständlich einzuordnen, Datenquellen sinnvoll zu nutzen und daraus einen Bericht zu entwickeln, der in der Praxis funktioniert.
Kontakt:
justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rheinpromenade 2
40789 Monheim am Rhein
Telefon: +49 211 74077093
Website: https://justreporting.eu
Für wen dieser Beitrag gedacht ist
Dieser Beitrag richtet sich an mittelständische Unternehmen, die Nachhaltigkeitsinformationen liefern sollen, ohne selbst nach der CSRD berichtspflichtig zu sein, sowie an Geschäftsführer, Kaufmännische Leiter und Nachhaltigkeitsverantwortliche, die Anfragen von Banken, Kunden und Auftraggebern strukturiert beantworten wollen.
Die justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüft und begleitet in diesem Umfeld Nachhaltigkeitsberichte nach ESRS und dem freiwilligen Standard, führt vereinbarte Untersuchungshandlungen zu Grünstrom- und Herkunftsnachweisen in Lieferketten durch, betreut Anträge und Nachweise nach dem Energiefinanzierungsgesetz einschließlich der Besonderen Ausgleichsregelung und übernimmt gesetzliche Jahresabschlussprüfungen.
Wie und wo wir arbeiten
Wir arbeiten remote first. Unterlagen, Abstimmungen und Rückfragen laufen digital, ein Vor-Ort-Termin findet dann statt, wenn er etwas bringt. Regional sind wir im Raum Düsseldorf und Köln verankert, Kanzleisitz ist Monheim am Rhein. Mandate betreuen wir bundesweit, bei Lieferkettenaufträgen auch international.
FAQ
Was ist der VSME und warum ist er für mittelständische Unternehmen relevant?
Der VSME ist ein freiwilliger Standard für Nachhaltigkeitsberichterstattung, mit dem Mittelständler Nachhaltigkeitsdaten strukturiert, schlank und belastbar bereitstellen können. Er hilft, Anforderungen von Banken, Kunden und Geschäftspartnern zu erfüllen, ohne ein überladenes ESG-Berichtssystem aufzubauen.
Ist der VSME für mittelständische Unternehmen verpflichtend?
Nein, der VSME ist nicht verpflichtend. Er ist ein freiwilliger Standard für Unternehmen außerhalb der CSRD-Berichtspflicht und dient dazu, Nachhaltigkeitsinformationen effizient und einheitlich bereitzustellen.
Welche Bedeutung hat das Omnibus-Paket für den VSME ab 2027?
Ab 2027 gewinnt der VSME strategisch an Bedeutung, weil berichtspflichtige große Unternehmen von Geschäftspartnern mit bis zu 1.000 Beschäftigten grundsätzlich nicht mehr Informationen verlangen dürfen, als der freiwillige Standard vorsieht. Das schützt Mittelständler vor überzogenen Nachhaltigkeitsfragebögen.
Welche Module umfasst der VSME-Standard?
Der VSME besteht aus dem Basis-Modul und dem Comprehensive-Modul. Das Basis-Modul deckt zentrale Nachhaltigkeitsangaben wie Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen, Abfall, Wasser, Beschäftigte und Governance ab; das Comprehensive-Modul ergänzt vertiefende Informationen zu Strategie, Zielen und Risiken.
Muss für einen VSME-Bericht eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt werden?
Nein, beim VSME ist keine Wesentlichkeitsanalyse erforderlich. Genau diese Vereinfachung macht den Standard für mittelständische Unternehmen besonders praktikabel und reduziert den Aufwand der Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich.
Wie gelingt der pragmatische Einstieg in die VSME-Nachhaltigkeitsberichterstattung?
Ein pragmatischer VSME-Einstieg beginnt mit einer Bestandsaufnahme vorhandener Nachhaltigkeitsdaten, wiederkehrender Anfragen und belastbarer Kennzahlen. Danach sollten Unternehmen Datenquellen, Verantwortlichkeiten, Erhebungslogik sowie Dokumentations- und Freigabeprozesse klar festlegen.
Muss ein VSME-Bericht extern geprüft werden?
Nein, eine Prüfungspflicht für den VSME-Bericht besteht nicht. In der Praxis kann eine freiwillige externe Prüfung oder vereinbarte Untersuchungshandlungen sinnvoll sein, wenn Banken oder Großkunden zusätzliche Sicherheit zu den Nachhaltigkeitsangaben verlangen.