Unternehmensbewertung mit Multiplikatoren: Wann die Faustformel reicht
Jannik Hassel, Wirtschaftsprüfer, justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Stand: 19.10.2026.
Wer sein Unternehmen übergeben oder verkaufen will, hört früher oder später eine Faustformel: Ein Betrieb wie Ihrer bringt ein Mehrfaches seines Jahresergebnisses. Dieser Faktor heißt Multiplikator, oft auch Multiple. Er ist schnell gerechnet und für einen ersten Eindruck nützlich. Den Unternehmenswert berechnet er aber nicht. Kurz gesagt: Der Preis ist, was jemand zahlt. Der Wert ist, was der Betrieb einem Käufer künftig bringt. Und der hängt an Ihrer Planung, an Ihren bereinigten Zahlen und daran, wie viel vom Erfolg ohne Sie weiterläuft.
Nehmen wir einen Elektrobetrieb aus Langenfeld, eine GmbH mit 30 Mitarbeitern. Der Inhaber ist 64 und möchte in zwei Jahren aufhören. Ein größerer Wettbewerber aus Düsseldorf bietet das Fünffache des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern, kurz EBIT. Gleichzeitig überlegt der langjährige Meister, den Betrieb selbst zu übernehmen. Ist das Angebot gut? Und welcher Preis wäre gegenüber dem Meister fair?
Inhalt
- Wie berechnen Sie den Unternehmenswert mit einem Multiplikator?
- Wann reicht die Faustformel, und wann nicht?
- Warum passt der Branchenfaktor oft nicht zu Ihrem Unternehmen?
- Welche Zahlen müssen vor der Bewertung bereinigt werden?
- Was ist Ihr Betrieb wert, wenn Sie nicht mehr mitarbeiten?
- Ertragswertverfahren oder Multiplikator: Womit rechnet ein Gutachten?
- Gutachten oder Kaufpreisberatung: Was brauchen Sie wofür?
- Was sollten Sie vor dem ersten Gespräch mit Käufern vorbereiten?
- Wie die justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterstützt
- Wie und wo wir arbeiten
- Fazit: Der Multiplikator ist der Anfang der Verhandlung, nicht der Wert
- Ihre Unternehmensbewertung unverbindlich besprechen
- Für wen dieser Beitrag gedacht ist
- Wobei wir ansetzen und für wen das spannend ist
- Einzugsgebiet & Service-Bereich
Wie berechnen Sie den Unternehmenswert mit einem Multiplikator?
Sie nehmen eine Kennzahl Ihres Unternehmens und multiplizieren sie mit einem Faktor, der aus den Preisen vergleichbarer Unternehmen abgeleitet ist. Üblich sind Umsatz, EBITDA (das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) oder EBIT. Die Zahlen lassen sich aus Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung ableiten; Ihr Steuerberater hilft dabei. Hat der Betrieb aus Langenfeld ein EBIT von 450.000 Euro und bietet der Wettbewerber das Fünffache, sind das 2,25 Millionen Euro.
Wichtig: Gemeint ist ein Preis für das Unternehmen als Ganzes, vor Schulden. Für den Kaufpreis der Anteile gehen davon unter anderem noch Bankschulden ab, Geld, das der Betrieb nicht braucht, kann dazukommen. Was am Ende nach Steuern bei Ihnen ankommt, klären Sie mit Ihrem Steuerberater.
Den Faktor gibt es aus zwei Quellen: aus den Kursen börsennotierter Unternehmen oder aus tatsächlichen Verkäufen, auch von Firmen, die nicht an der Börse sind. Die zweiten werden gern genommen, weil sie näher am echten Markt sind. Sie enthalten aber oft, was nur dem damaligen Käufer etwas wert war: Vorteile aus dem Zusammenschluss mit seinem eigenen Geschäft, einen Aufpreis für die Kontrolle oder Nebenabreden im Kaufvertrag.
Wann reicht die Faustformel, und wann nicht?
Für den ersten Eindruck, eine vereinfachte Preisfindung und als Gegenprobe reicht sie. Ob ein Preis, den Sie unterschreiben, zu Ihrem Betrieb passt, zeigt sie allein nicht. So ordnet auch das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) Multiplikatoren in seinem Bewertungsstandard ein, dem IDW S 1 in der Fassung 2026: Sie dienen einer vereinfachten Preisfindung und der Gegenprobe. Eine Bewertung aus der Planung ersetzen sie nicht.
Besonders knapp wird es mit der Faustformel, wenn drei Dinge zusammenkommen: Es fließt wirklich Geld, mehrere Seiten sollen die Zahl nachvollziehen können, und ein großer Teil des Erfolgs hängt an Ihnen persönlich. Beim Elektrobetrieb aus Langenfeld trifft alles drei zu.
Warum passt der Branchenfaktor oft nicht zu Ihrem Unternehmen?
Weil ein Multiplikator nur so viel aussagt, wie die Vergleichsunternehmen Ihrem Unternehmen ähneln. Gleiche Branche heißt noch nicht gleiches Geschäft. Lebt der Betrieb aus Langenfeld vor allem von Wartungsverträgen mit Gewerbekunden, trägt er ein anderes Risiko als ein Konkurrent, der von Neubauprojekten lebt. Wachstum, Marge (was vom Umsatz als Gewinn übrig bleibt), Abhängigkeit von wenigen Kunden und die Lage im Wettbewerb gehören in den Vergleich.
Leicht falsch angewendet wird der Umsatzmultiplikator. Wer den Faktor eines Unternehmens mit hoher Marge auf einen Betrieb mit deutlich geringerer Marge überträgt, unterstellt ihm stillschweigend eine Kostenstruktur, die er gar nicht hat. Heraus kommt ein Wert, der zu hoch ist.
Und dann die Frage, welches Jahr man multipliziert. Ein Rekordjahr mit einem großen Einzelauftrag lässt den Wert höher aussehen, als er ist. Neben Sondereffekten, die herauszurechnen sind, kommt es deshalb vor allem auf die erwarteten Zahlen an, nicht nur auf den letzten Abschluss.
Ein Wettbewerber als Käufer ist ein Sonderfall: Er kann mehr zahlen als ein Fremder, weil er im Verbund Kosten spart. Was ihm das wert ist, sehen Sie im Angebot nicht. Bevor er Ihre Zahlen sieht, sollte eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschrieben sein.
Welche Zahlen müssen vor der Bewertung bereinigt werden?
Alles, was nur wegen des heutigen Inhabers so ist, wie es ist. In inhabergeführten Unternehmen verschwimmen Betrieb und Privatleben oft, und das verändert das Ergebnis. Typisch sind:
- Unternehmerlohn: Zahlt sich der Inhaber weniger, als ein angestellter Geschäftsführer kosten würde, ist das Ergebnis zu hoch. In die Bewertung gehört eine marktübliche Vergütung. Bei einem Einzelunternehmen steckt oft gar kein Gehalt im Ergebnis, dann fehlt der ganze Betrag.
- Mitarbeit der Familie: Arbeitet ein Familienmitglied im Betrieb mit, zu einem Gehalt, das nicht dem Markt entspricht, wird auch das angepasst.
- Miete: Gehört die Halle dem Inhaber privat und zahlt der Betrieb wenig Miete, zählt die günstige Miete jedenfalls, solange der Vertrag fest läuft. Danach rechnet man mit der üblichen Miete, es sei denn, es ist begründet zu erwarten, dass sie günstig bleibt.
- Privat genutztes Vermögen: Firmenwagen, Grundstücke oder Geldanlagen, die auch privat genutzt werden, sind sauber zu trennen.
- Darlehen des Inhabers: Hat der Inhaber dem Betrieb Geld geliehen, ist das in den Büchern eine Schuld, wirtschaftlich kann es aber Eigenkapital sein. Das spielt für den Kaufpreis eine Rolle.
Im Beispiel: Der Inhaber bezieht als Geschäftsführer 80.000 Euro im Jahr, ein angestellter Geschäftsführer würde rund 140.000 Euro kosten. Das Ergebnis, mit dem ein Käufer künftig rechnen darf, ist deshalb 60.000 Euro niedriger: 390.000 statt 450.000 Euro. Mit dem Fünffachen werden aus 2,25 Millionen Euro noch 1,95 Millionen. Ein Käufer wird das bei der Durchsicht Ihrer Zahlen finden, wenn er es nicht schon eingerechnet hat.
Ein Bewerter braucht verlässliche Zahlen. Bei Betrieben dieser Größe ist der Abschluss meist nicht geprüft. Dann muss ein Wirtschaftsprüfer, der nach IDW S 1 bewertet, die Verlässlichkeit der Zahlen selbst würdigen. Ein sauberer Abschluss und eine kurze Liste der Sondereffekte sparen Rückfragen und Zeit.
Was ist Ihr Betrieb wert, wenn Sie nicht mehr mitarbeiten?
Weniger, wenn der Erfolg an Ihrer Person hängt. Viele Mittelständler leben von Kundenbeziehungen, die über Jahrzehnte persönlich gewachsen sind. Je mehr Kunden nur Sie kennen, desto weniger davon bleibt nach der Übergabe, und der Rest lässt Jahr für Jahr nach. Der Standard spricht hier von Faktoren, die an die Person gebunden sind. Bewertet wird nur die Ertragskraft, die auf einen neuen Eigentümer übergehen kann.
Für den Elektrobetrieb heißt das: Kennen die drei wichtigsten Gewerbekunden nur den Inhaber, und hat der Meister bisher keinen dieser Kontakte gepflegt, schmilzt ein Teil des Ergebnisses nach der Übergabe ab. Ein Käufer wird das einpreisen, ob er es so nennt oder nicht.
Daran können Sie arbeiten, solange Sie noch im Betrieb sind. Wer Kundenbeziehungen schrittweise auf andere Schultern verteilt, Abläufe festhält und Verantwortung abgibt, macht mehr von seinem Erfolg übertragbar. Zwei Jahre Vorlauf, wie im Beispiel, sind dafür eine gute Zeitspanne.
Ertragswertverfahren oder Multiplikator: Womit rechnet ein Gutachten?
Mit der Planung. Nach IDW S 1 ergibt sich der Unternehmenswert aus den Überschüssen, die der Betrieb künftig erwirtschaften kann, umgerechnet auf heute: Ein Euro in fünf Jahren ist weniger wert als ein Euro heute, Fachleute nennen das Abzinsen. Das gilt nach dem Standard unabhängig von Art und Größe des Unternehmens, also auch für den Handwerksbetrieb. Rechnen lässt sich das mit dem Ertragswertverfahren oder mit einem Discounted-Cash-Flow-Verfahren (DCF); bei gleichen Annahmen kommt derselbe Wert heraus.
Der Multiplikator verschwindet damit nicht. Er dient als Gegenprobe: Liegt der Wert aus der Planung deutlich über oder unter dem, was der Markt für vergleichbare Unternehmen zahlt, erklärt ein Gutachten nach IDW S 1 den Unterschied. Im Beispiel kann der Wert aus der Planung unter oder über den 1,95 Millionen liegen. Entscheidend ist, dass der Inhaber erklären kann, warum. Mit dieser Erklärung belegen Sie in der Verhandlung, wie Ihr Wert zustande kommt.
Ein Punkt ist für kleinere Unternehmen wichtig: Einen Zuschlag im Zinssatz der Bewertung nur dafür, dass ein Unternehmen klein ist oder sich seine Anteile schwer verkaufen lassen, hält der Standard nicht für sachgerecht. Die Risiken des Geschäfts und seiner Finanzierung fließen ein, ein Abschlag nur für die geringe Größe dagegen nicht. Steckt ein solcher Abschlag in einem Wert nach IDW S 1, sollten Sie nachfragen; ein Käufer darf in seinem Angebot dagegen anders rechnen.
Gutachten oder Kaufpreisberatung: Was brauchen Sie wofür?
Ein Gutachten, wenn der Wert auch für andere nachvollziehbar sein muss. Eine Kaufpreisberatung, wenn Sie Ihre eigene Entscheidung absichern wollen. Ein Wirtschaftsprüfer kann dafür zum Beispiel diese Rollen übernehmen:
- Als neutraler Gutachter: Er beurteilt die Planung umfassend auf Plausibilität und legt den Wert in einem schriftlichen Gutachten dar. Das passt, wenn der Wert auch für andere nachvollziehbar sein muss, etwa für Geschwister, Mitgesellschafter oder die Gegenseite in einem Streit.
- Als Berater: Er errechnet einen Wert als Grundlage für Ihre Entscheidung, eine Wertberechnung und kein Gutachten, und darf Sie auch in den Verhandlungen argumentativ unterstützen. Das passt, wenn Sie wissen wollen, ob ein konkretes Angebot für Sie trägt.
Im Beispiel liegen zwei Fragen auf dem Tisch. Für das Angebot des Wettbewerbers reicht dem Inhaber eine Kaufpreisberatung: Was sollte der Betrieb aus seiner Sicht mindestens bringen? Gegenüber dem Meister kann es sinnvoll sein, einen Wert zu haben, den beide Seiten nachvollziehen können, damit sich keiner benachteiligt fühlt.
Für den Meister kommt eine zweite Frage dazu: Kann der Betrieb den Preis tragen? Aus dem, was der Betrieb nach seinem eigenen Geschäftsführergehalt und nach Steuern erwirtschaftet, müssen Zinsen und Tilgung für die Finanzierung kommen. Genau deshalb ist der bereinigte Unternehmerlohn für ihn keine Nebensache. Der Wert ist die Grundlage für das Gespräch, über den Preis einigen sich beide, zum Beispiel auch mit einer Zahlung in Raten.
Möchte ein Käufer zu einzelnen Angaben, etwa zum Umsatz mit den größten Kunden, nur Feststellungen sehen und keine Bewertung, können auch vereinbarte Untersuchungshandlungen genügen.
Wird ein Unternehmen verschenkt oder vererbt, etwa innerhalb der Familie, fragt zusätzlich das Finanzamt nach dem Wert, nach eigenen Regeln im Bewertungsgesetz. Das ist ein eigenes Thema und nicht Gegenstand dieses Beitrags.
Was sollten Sie vor dem ersten Gespräch mit Käufern vorbereiten?
Ihre Zahlen, Ihre Planung und eine ehrliche Liste dessen, was an Ihnen hängt. Ein gestufter Start genügt:
1. Abschlüsse der letzten Jahre bereitlegen, abgestimmt mit Ihrem Steuerberater, und Sondereffekte darin markieren.
2. Eine Planung für die nächsten Jahre aufstellen, mit den Annahmen dahinter: Aufträge, Personal, Preise, Investitionen.
3. Privates und Betriebliches trennen: Unternehmerlohn, Mitarbeit der Familie, Mieten, Fahrzeuge, Darlehen.
4. Abhängigkeiten offenlegen: Welche Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter hängen an Ihnen persönlich?
5. Den Zweck klären: Brauchen Sie einen Wert für Ihre eigene Entscheidung oder einen, den auch die Gegenseite nachvollziehen kann?
6. Erst dann über das Fünffache reden, als Gegenprobe zu Ihrem eigenen Wert.
Und mal ehrlich: Wer mit einer eigenen, belegten Zahl ins Gespräch geht, verhandelt über seine Zahl und nicht über die der Gegenseite.
Wie die justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterstützt
Die justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bewertet Unternehmen nach IDW S 1, bei Nachfolge, Verkauf und Abfindung, für Erbschaft und Schenkung auch nach den Regeln des Bewertungsgesetzes. Für Nachfolge und Verkauf gibt es zwei Wege:
- Bewertungsgutachten: Wir leiten den Wert nach IDW S 1 schriftlich her, mit den Annahmen, die ihn bewegen, und für Dritte nachvollziehbar.
- Kaufpreisberatung: Wir schätzen mit Ihnen ein, was ein Angebot oder ein vorliegender Wert für Sie bedeutet, als Grundlage für Ihre Verhandlung.
Für denselben Anlass sind wir entweder neutraler Gutachter oder Berater einer Seite, nicht beides; welche Rolle passt, klären wir vor dem Auftrag. Ihr Steuerberater bleibt an Ihrer Seite: Er kennt Ihre Zahlen und die steuerlichen Folgen eines Verkaufs, wir bewerten und stimmen uns, wenn Sie es wünschen, mit ihm ab. Mehr zu den Anlässen und zum Ablauf finden Sie auf unserer Seite zur Unternehmensbewertung nach IDW S 1. Sie arbeiten dabei direkt mit dem Wirtschaftsprüfer.
Wie und wo wir arbeiten
Unterlagen, Abstimmungen und Rückfragen laufen digital. Vor Ort sind wir dort, wo es notwendig ist oder gewünscht wird, etwa wenn Inhaber und Nachfolger gemeinsam an einen Tisch sollen. Sitz ist Monheim am Rhein, zu Hause sind wir im Raum Düsseldorf und Köln. Unternehmensbewertungen übernehmen wir bundesweit.
Fazit: Der Multiplikator ist der Anfang der Verhandlung, nicht der Wert
Der Inhaber des Elektrobetriebs muss das Angebot des Wettbewerbers nicht ablehnen. Er sollte aber wissen, dass aus 2,25 Millionen mit einem marktüblichen Geschäftsführergehalt rechnerisch 1,95 Millionen werden, vor Schulden, und dass die drei Gewerbekunden, die nur er kennt, den Preis weiter drücken können. Mit einem eigenen, belegten Wert aus Planung und bereinigten Zahlen antwortet er dem Wettbewerber auf Augenhöhe und kann dem Meister einen Preis nennen, den beide nachvollziehen. Und weil noch zwei Jahre bleiben, kann er den Wert sogar steigern, indem er Kunden und Abläufe schrittweise an den Meister übergibt.
Ihre Unternehmensbewertung unverbindlich besprechen
Unser Angebot: In einem kostenfreien, unverbindlichen Erstgespräch sehen wir uns Ihre Ausgangslage gemeinsam an. Sie erfahren, wie Sie ein vorliegendes Angebot einordnen, welcher Wert für Ihren Anlass gesucht ist, welche Unterlagen Sie dafür brauchen und ob ein Gutachten oder eine Kaufpreisberatung zu Ihnen passt. Das Erstgespräch dauert 25 oder 50 Minuten und findet digital statt.
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justReporting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rheinpromenade 2
40789 Monheim am Rhein
Telefon: +49 211 74077093
Website: https://justreporting.eu
Für wen dieser Beitrag gedacht ist
Dieser Beitrag richtet sich an Inhaber und geschäftsführende Gesellschafter mittelständischer Unternehmen, die eine Nachfolge planen, ein Kaufangebot erhalten haben oder ihr Unternehmen verkaufen wollen, an Nachfolger, die einen fairen Preis suchen, und an Steuerberater, die Mandanten durch eine Nachfolge begleiten.
Wobei wir ansetzen und für wen das spannend ist
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Einzugsgebiet & Service-Bereich
Monheim am Rhein, Langenfeld, Düsseldorf, Köln, Unternehmensbewertung bundesweit
FAQ
Wie berechnet man den Unternehmenswert mit einem Multiplikator?
Bei der Unternehmensbewertung mit Multiplikator wird eine Kennzahl wie EBIT, EBITDA oder Umsatz mit einem Multiple multipliziert. Das ergibt eine erste Orientierung für den Unternehmenswert, ersetzt aber keine vollständige Unternehmensbewertung nach Planung, bereinigten Zahlen und Übertragbarkeit.
Wann reicht die Faustformel bei der Unternehmensbewertung aus?
Ein Multiplikator reicht für eine grobe Preisorientierung, eine vereinfachte Preisfindung und als Gegenprobe. Sobald es um Kaufpreisverhandlungen, Nachfolge, nachvollziehbare Bewertungen oder personenabhängige Erträge geht, braucht die Unternehmensbewertung mehr als eine Faustformel.
Welche Zahlen müssen vor einer Unternehmensbewertung bereinigt werden?
Vor der Unternehmensbewertung müssen vor allem Unternehmerlohn, Familiengehälter, Mieten, privat genutztes Vermögen, Sondereffekte und Inhaberdarlehen bereinigt werden. Nur bereinigte Zahlen zeigen, welche Ertragskraft einem Käufer tatsächlich übertragbar ist.
Warum ist ein Branchen-Multiple oft nicht direkt auf mein Unternehmen übertragbar?
Ein Branchen-Multiple passt nur, wenn Geschäftsmodell, Marge, Wachstum, Kundenstruktur, Risiko und Wettbewerb wirklich vergleichbar sind. Gleiche Branche heißt nicht gleicher Unternehmenswert, weil schon Unterschiede bei Marge oder Kundenabhängigkeit zu einer falschen Firmenbewertung führen können.
Was ist mein Unternehmen wert, wenn der Erfolg stark an mir als Inhaber hängt?
Wenn Kundenbeziehungen, Vertrieb oder Abläufe stark an der Person des Inhabers hängen, sinkt der übertragbare Unternehmenswert. Bewertet wird bei der Unternehmensnachfolge nur die Ertragskraft, die nach der Übergabe ohne den bisherigen Unternehmer weiterläuft.
Multiplikator oder Ertragswertverfahren: Welche Methode ist für die Unternehmensbewertung besser?
Für ein Gutachten nach IDW S 1 ist das Ertragswertverfahren oder DCF maßgeblich, weil diese Methoden auf der zukünftigen Planung beruhen. Der Multiplikator dient in der Unternehmensbewertung vor allem als Marktvergleich und Gegenprobe, nicht als alleinige Bewertungsmethode.
Brauche ich für den Unternehmensverkauf ein Gutachten oder eine Kaufpreisberatung?
Ein Bewertungsgutachten ist sinnvoll, wenn der Unternehmenswert für Dritte nachvollziehbar sein muss, etwa bei Nachfolge, Streit oder mehreren Beteiligten. Eine Kaufpreisberatung reicht oft, wenn Sie ein Angebot zum Unternehmensverkauf einordnen und Ihren Verhandlungsspielraum kennen möchten.